Los!

„Wutbürger“ Roland Düringer will mit seiner politischen Bewegung (wie heißt sie nochmal?) bei der Nationalratswahl antreten. Anders als es der Name seiner Puls 4 Talk-Show vermuten ließe, vertraut er bei der Listenerstellung nicht auf „gültige Stimmen“, nein, Roland Düringer will das Los über die Reihung der Kandidaten auf seiner Liste entscheiden lassen. Ob man dies als demokratisch oder als „Schnapsidee“ bezeichnen will, bleibt jedem selbst überlassen. Eine Kandidatur auf Glückspielbasis wirkt eher plan-Los, hilf-Los, respekt-Los, vernunft- und visionslos.

Gar nicht visionslos erscheint Peter Pilz in diesen Tagen. Er betreibt ein Katz- und Mausspiel mit Journalisten und (Ex-?) ParteifreundInnen ob er bei der Nationalratswahl im Herbst mit einer eigenen grünen Filiale antreten wird. Seinen Austritt aus dem Parlamentsklub der Grünen hat er medienwirksam auf den Treppen vor dem Parlament verkündet. Bei dieser Gelegenheit hat er die anwesenden Mikrofone dazu genützt einen mehr oder weniger unverhohlenen Spendenaufruf loszulassen. Seine Kandidatur scheitere de facto nur am Geld.

Hier kommt nun Norbert Darabos ins Spiel, der just am selben Tag in einem Radio-Interview andeutet, Peter Pilz unter anderem wegen übler Nachrede und Kreditschädigung klagen zu wollen. Dass sich ein schlauer Fuchs wie Pilz eine solche Chance entgehen lässt, darf bezweifelt werden. Peter Pilz wird sich vom Ex-Verteidigungsminister vor Gericht zerren lassen. Bei diesem Pilzgericht (die Namenswitzhölle ist dem Autor gewiss)  wird sich der Grüne Revoluzzer nicht händeringend, sondern händereibend einem Vergleich unterwerfen. Jeder weiß, wer sich mit Darabos auf einen Vergleich einigt, steht am Ende als eigentlicher Sieger da. Vielleicht erweist sich dies als Pilz‘ Glückslos, der Hauptgewinn, mit dem er seinen Wahlkampf finanzieren kann?

Das große Los gezogen hat auch der französische Staatspräsident Macron, der vor Kurzem am Vormittag Angela Merkel und am Nachmittag seinen US-Amtskollegen Donald Trump zu Besuch in Paris hatte. Die Bilder von Macron mit den Führern der westlichen Welt gingen um den Globus. Am selben Abend gingen die Macrons mit den Trumps fein essen. Gerüchten zufolge soll Frau Macron nur wenig Appetit gehabt haben. Nachdem ihr Trump bei ihrem ersten Zusammentreffen recht salopp sagte, dass sie für ihr Alter eh noch recht gut aussehe, soll die französische „First Lady“ schon vor dem gemeinsamen Abendessen am Eiffelturm „angespeist“ gewesen sein. Trump hingegen war von dem Besuch an der Seine schwer beeindruckt. Dass die Franzosen ihre Hauptstadt nach Hotelerbin Paris Hilton benannten, wie Macron ihm laut Gerüchten scherzhaft erzählte, hat den US-Milliardär besonders gut gefallen. Mit Trump haben die Amerikaner tatsächlich das große Los gezogen.

 

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