Abenteuer im Kopf…

Laura ist eine Freundin der „Erstgeborenen“, unserer Tochter. Laura isst mit uns, Laura kommt mit zum Einkaufen, Laura spielt mit uns und Laura badet in unserer Badewanne. So muss Freundin sein.

Wie Laura aussieht wissen wir nicht. Vermutlich weiss nur die Erstgeborene wie Laura tatsächlich aussieht? Laura ist eine sogenannte „Phantasiefreundin“, auch fiktive Freundin genannt. Wir wissen nicht wie und warum sich die Erstgeborene und Laura befreundet haben. Ein Erfahrungsaustausch unter Freunden und Bekannten weist aber darauf hin, dass Phantasiefreunde im Kindesalter nichts Ungewöhnliches sind. Phantasiefreunde sind fiktive Spielkameraden. Klügere Köpfe als meinereiner behaupten, dass diese unsichtbaren Freunde Kindern beim Erlernen sozialen Verhaltens und Kommunizierens behilflich sind. Gut so, soll so sein. Alles OK, alles easy.

Was, wenn der einen fiktiven Freundin weitere hinzukommen? Zum Beispiel Vanessa? Vanessa ist eine Freundin von Laura. Wer eine Freundin von Laura ist, ist auch Freundin der Erstgeborenen. So läuft das. Ratet mal, wessen Freundin Gressa ist? Richtig, Gressa ist eine Freundin von Vanessa. Vanessa ist, wie wir bereits wissen Freundin von Laura, die wiederum…. Ihr wisst worauf ich hinaus will! Als ob drei Phantasiefreundinnen noch nicht genug wären, steht seit einigen Tagen fest: Laura hat einen Bruder und… Laura hat auch eine Schwester.

Ja, unsere bald vierjährige Tochter hat also 5 Phantasiefreunde. Gleichzeitig! Schwer den Überblick zu behalten. Für uns Erwachsene. Die Erstgeborene schafft das. Ein Zeichen für grosse soziale Kompetenz? Keine Ahnung. Für mich jedenfalls ein Zeichen für ausgeprägte Phantasie und das ist gut so. Wer weiss, wieviele fiktive Freunde noch zu uns stossen werden?

Der Vollständigkeit halber sei abschliessend erwähnt: Die Erstgeborene hat einen Bruder. Der „Säugling“ ist ein halbes Jahr alt und… aus Fleisch und Blut 😉

Mal sehen, wen der eines Tages mal so anschleppt…

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Ein Gedanke zu „Abenteuer im Kopf…

  1. Marianne Peinitz

    So schöne Geschichte !
    Mein Sohn (28) hatte in diesem Alter 2 riesengrosse fiktive Hunde, wir haben leider die Namen mit der Zeit vergessen. Die beiden lagen waehrend der Mahlzeiten unter dem Tisch und waren ständig mit uns unterwegs. Unser groesstes Problem war, die beiden nicht zu uebersehen und über sie zu stolpern. Mit der Zeit sind die zwei wieder verschwunden, und jetzt überlegen wir immer wieder, wie die beiden geheißen haben könnten.
    Liebe Grüße an alle!

    Antwort

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